Der Pferdisch Reitlehrer gibt seinem Reitschüler einen sicheren Rahmen und vermittelt ihm dabei Sitz, Tempokontrolle und Stopp, Zügelführung und Gymnastizierung des Pferdes, um dieses an feinen Hilfen und gesund zu reiten.
Pferde mit normalem Verhalten kann er hinsichtlich Respekt und Vertrauen für seine Schüler fein einstellen und auf zwei Spuren balancieren.
Er hat ein solides Theoriewissen und kann dieses auch weiter vermitteln. Er ist in der Lage, sachgerecht Ausrüstungen (Sättel und Gebisse) auf deren Passform und Geeignetheit zu beurteilen
Er ist durch die Reitlehrerausbildung nicht qualifiziert, Pferde auszubilden, gefährliche Verhaltensweisen zu korrigieren oder das Pferdisch Bodenarbeitskonzept zu lehren. Die Reitlehrerausbildung enthält keine Qualifikation für ein Coaching.
Der Reitlehrer, der sein eigenes Pferd zum Reitunterricht einsetzt (ausschließlich der Sitzschulung), missbraucht sein Pferd, denn ein Pferd kann nach unserer langjährigen Erfahrung nicht immer wieder neue Reiter mit ihren Fehlern kompensieren. Der Reitlehrer sollte daher spätestens mit Beginn der Zügelführung nur Reiter auf deren eigenem Pferd unterrichten. Einen Reiter kann ein Pferd durchaus kompensieren.
Die Ausbildung bzw. Korrektur von Pferden nach dem Pferdisch Prinzip wird in der Trainerausbildung solide über einen langen Zeitraum vermittelt. Der Pferdisch Trainer hat mindestens 12 Pferde unter Anleitung ausgebildet, ehe er seine Prüfung ablegen kann. Im Gegensatz zu einem Reitlehrer muss ein Trainer exzellent reiten können. Der Pferdisch Trainer ist immer zugleich Reitlehrer, aber nicht umgekehrt.
Der Pferdisch Coach fördert Klienten gemeinsam mit dem Co-Trainer Pferd. Dabei ist er für Respekt, Vertrauen und Balance des Pferdes verantwortlich: Er bestimmt Gangart, Tempo, Richtung, Balance und entscheidet über die jeweilige Interaktion mit Klient und Pferd.
Er ist sicher in der Lage, entsprechend des Pferdisch Förderungskonzeptes den Klienten zielgerichtet in Respekt, Vertrauen, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Motorik, Koordination, Konzentration, Ausdauer, Mut zu fördern. Er berücksichtigt dabei den emotionalen Zustand von Klient und Pferd und beeinflusst diesen positiv. Er gibt einen sicheren Rahmen in einem geschützten Setting. Ziel seiner Förderung ist die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung des Klienten verbunden mit einem positiven Selbstbild.
Keinesfalls veranstaltet er einen Event für Eltern und Zuschauer auf Kosten von Pferd und Klient (Missbrauch).
Der Coach ist in der Lage, das Pferdisch Förderungskonzept Eltern, Lehrern und Erziehern vorzustellen und Informationsveranstaltungen selbständig durchzuführen.
Pferde lieben die Coachtätigkeit, sie stehen unter dem Schutz und der Verantwortung des Coaches und sind im Setting dessen Partner. Sie erfahren dabei eine große Wertschätzung durch Coach und Klient.
Last edited 29. Mai 2007
