Die erste Pferdisch Intensivausbildung "Jungpferde Anreiten" fand im Pferdisch Ausbildungszentrum mit vier verschiedenen Pferden statt.

Thiemen, 9jähriger Friesenwallach Nayla, 4,5jährige Tinker Mix Stute

Morinca, 3jährige Paint Horse Stute Elora, 6,5jährige Haflinger Mix Stute
In der Vergangenheit haben wir im Team (Christine & Friedhelm) einzelne Jungpferde angeritten. Auch bei dieser Einzelpferdeausbildung war der Besitzer anwesend, denn ein Verständnis für das Pferdisch Prinzip ist absolute Voraussetzung, um nachher mit dem Pferd auch im Sattel am seidenen Faden umgehen zu können.
Die erste Intensivausbildung Jungpferde Anreiten ist sehr erfolgreich verlaufen. Durch die zwei Trainingseinheiten pro Tag konnten die unterschiedlichen Pferde in ihrem Tempo ihre Lektionen lernen, und zwar in einem stressfreien und pferdegerechten Umfeld. Dadurch, dass sowohl alle Pferde als auch ihre Besitzer am Roundpen jede Session verfolgen konnten, haben die Pferde auch von einander gelernt. Es war faszinierend zu sehen, welch' große Fortschritte in welch' kurzer Zeit erreicht wurden, wobei auch ein Rückschritt (zurück zum Bekannten) später zum Fortschritt wurde.
Es gehörte auch ein Verladetraining für die vier Pferde mit zum Ausbildungsstoff. Alle Pferde ließen sich danach alleine nach Pferdisch auf den Anhänger schicken und gelassen und geordnet wieder vom Anhänger herunterholen.

Hängertraining gehört zu einer soliden Jungpferdeausbildung dazu
Wir werden diese Ausbildung einmal pro Jahr anbieten, um Pferdisch Absolventen die Möglichkeit zu geben, auch junge Pferde oder Pferde, die der Korrektur bedürfen, nach dem Pferdisch Prinzip zu reiten. Der Zeitraum für das Anreiten ist mit 9 Tagen ausreichend, da wir nicht konditionieren, sondern auf Basis der Pferdisch Bodenarbeit über Körpersprache mit den Pferden kommunizieren.
Etwas werden wir beim nächsten Mal ändern: Drei der vier Pferdebesitzer hatten weder Sattel noch Zaumzeug für ihr Pferd! Wir haben diese Pferde mit unserer eigenen Ausrüstung angeritten, nachdem wir anhand des Messgerippes geprüft hatten, welcher Sattel auf welches Pferd passt.
Die Besitzer haben die Pferde anschließend mit nach Hause genommen, ohne dort die Gelegenheit zu haben, das Gelernte zu üben und zu vertiefen. In Zukunft müssen die Pferde mit passender Ausrüstung bei uns vorgestellt werden, ehe der Ausbildungsvertrag abgeschlossen wird. Es soll hier auch gesagt werden, dass eines der vier Pferde eine Top-Ausrüstung bis ins Detail hatte. Das hat sich in der Ausbildung absolut ausgezahlt.
Zwei der Teilnehmer nahmen nach dem Anreiten ihrer Jungpferde die Gelegenheit wahr, reiterlich mit ihren Pferden zusammengeführt zu werden. Drei Tage lang erhielten sie auf ihren Pferden eine Intensivbeschulung, quasi eine Bedienungsanleitung inklusive "Druckbetankung" im Reiten nach Pferdisch. Eine Sitzschulung war ebenso enthalten, wie die Pferdisch Zügelführung, um das Pferd am seidenen Faden steuern zu können. Beide Reiter konnten nach den Tagen die von den Pferden erlernten Elemente flüssig abfragen und bewegten sich in Harmonie mit ihren jungen Pferden. Die Beschulung im Anschluss an die Jungpferdeausbildung hat sich bewährt. Im Anschluss daran kann bei Bedarf eine weitere Betreuung durch einen Pferdisch Reitlehrer erfolgen.

Ein abwechslungsreicher Parcours macht Pferden und Reitern Spaß
Hier noch einige Stimmen zur Ausbildung:
Silke S. aus Hude: "Es
ist erstaunlich, wie schnell die einzelnen Pferde lernen und wie schnell
eine Basis da ist, auf der Christine und Friedhelm als Trainer aufbauen
können. Die Pferde vertrauen ihnen und suchen oft Anlehnung bei ihnen
während der Lektionen und in den wichtigen Breaks zwischendurch. Dies zu
beobachten ist total schön, und es ist deutlich zu sehen, wie dankbar und
entspannt die Pferde sind, wenn wir mit ihnen nach Pferdisch kommunizieren.
Jedes Pferd bekommt seine eigene Dosis und sein eigenes Programm, um ganz
individuell seine positiven Erfahrungen zu sammeln, denn jedes Pferd ist
anders. Kein Pferd wird überfordert, alle werden ihrem Entwicklungsstand
entsprechend gefördert und neue Lektionen Schritt für Schritt aufeinander
aufgebaut.
Und wenn Probleme auftreten wird sofort wieder einen Schritt zurückgegangen,
wo diese Probleme angefangen haben. Denn erst wenn eine solide Basis da ist,
kann der nächste Schritt eingeführt werden.
Es war deutlich zu sehen, wie die Pferde in den Pausen voller Lob die
gelernten Dinge verarbeiteten. Sie waren sehr entspannt, manche suchten
Anlehnung oder sie gähnten.
Bei dem Jungpferd Nayla aus Belgien konnten wir beobachten, wie wichtig das
gute Verhältnis zwischen ihr und ihrem Besitzer Matthias ist. Es gab einen
Moment, wo Christine und Friedhelm mit Nayla in der Ausbildung nicht weiter
kamen. Sie hatten die innere Größe, in dem Moment loszulassen und Matthias
zu bitten, mit seinem Pferd auf die gewohnte Weise Bodenarbeit zu machen.
Durch sein von Vertrauen geprägtem Verhältnis bekam er Zugang zu ihr, sie
begab sich in seine Obhut und so konnten sie dann gemeinsam mit Christine
und Friedhelm weitere Schritte lernen. Das war sehr beeindruckend und hat
mich sehr berührt.
Als weiteres berührendes Ereignis empfand ich, dass Camilla mit ihrem
9-jährigen Friesenwallach Thiemen auf wundervolle Weise zusammengeführt
wurde. Es gab im Vorfeld Probleme beim Reiten mit Thiemen und nach dieser
Ausbildung schwebte dieser beeindruckende Wallach zufrieden, schwungvoll und
biegsam durch die Halle. Sie waren liebevoll miteinander verbunden und
ritten mit feinsten Hilfen, wirklich klasse!
Silke aus Krefeld hatte ihre 6-jährige Haflingermix-Stute dabei, die nicht
geritten war. Auch dieses süße Pferd lief nachher wie am Schnürchen
bereitwillig und freudig durch alle Übungen.
Bei dieser Ausbildung wird besonders deutlich, wie wichtig die intensive
Vorbereitung in der Bodenarbeit ist, wo die Pferde in Balance auf 2 Spuren
kommen, als Voraussetzung, einen Reiter tragen zu können und um
vorbereitende Übungen und Biegungen zu lernen. Ganz wichtig ist von Anfang
an die Basis von Respekt und Vertrauen, denn wenn dieses Verhältnis nicht
schon am Boden geklärt ist, wird mich mein Pferd auch im Sattel nicht
respektieren, sondern für sich selbst sorgen. Außerdem bekommen wir auf
diese Weise schon ein gutes Verhältnis zu unserem Pferd. Dafür muss der
Besitzer auf alle Fälle während der gesamten Ausbildung mit dabei sein! Es
war sehr unklug und unfair von mir, Teile dieser einmaligen Ausbildung nicht
zu begleiten, denn so habe ich eine Menge wichtiger Entwicklungsschritte
verpasst und dieses eigene "Verpissen" ging zu Lasten der anderen Teilnehmer
und der Pferde. Es tut mir sehr leid, dass sie meinetwegen noch mehr Arbeit
und auch einigen Ärger hatten. Im nachhinein haben wir alle daraus gelernt,
im Leben hat eben alles seinen Sinn!
Durch die gute Vorarbeit und die gute Basis ist es nun möglich, die Pferde
in nur 9 Tagen zu einem Reitpferd auszubilden und dies ohne Druck und Zwang,
so dass bei den Pferden kein Stress aufkommt. Es war echt spannend zu sehen,
wie meine Stute Morinca anfangs nur ein paar Schritte wie auf rohen Eiern
unter Christine machte und wie sie schließlich nach einigen Tagen alle
Übungen und Biegungen mit Leichtigkeit bereitwillig, am seidenen Faden
bewerkstelligte. Das ist total schön!
Hierbei ist höchste Konzentration von Christine und Friedhelm gefordert. Sie
ergänzen sich dabei hervorragend mit ihren Fähigkeiten, denn sie beherrschen
beide den Part am Boden und den auf dem Pferd, allerdings hat jeder seine
Spezialitäten.
Ich finde es total beeindruckend, wie sie es auf diese Weise schaffen, die
Pferde so auszubilden und einzustellen, dass wir das einmal Etablierte mit
den richtigen Hilfen jederzeit wieder abrufen können. Die Pferde spiegeln
uns zu jeder Zeit glasklar, wie wir drauf sind und sie reagieren sehr fein
auf die jeweiligen Hilfen, die wir gerade geben. Dabei ist es wichtig, ein
Gespür dafür zu kriegen, wie viel nötig und wie wenig möglich ist. Wir
können wirklich am seidenen Faden kommunizieren und sind so in Harmonie
miteinander verbunden und haben beide Freude dabei.
Und immer wenn Christine und Friedhelm zwischendurch wissen wollten, ob ich
Spaß im Umgang mit meinem Pferd hatte und ich dies bejahte, frage ich mich,
warum mein Gesicht nichts davon wusste :-)
Sowohl für die Menschen als auch für die Pferde ist es sehr gut, als Gruppe
da zu sein, weil alle beim Zuschauen voneinander lernen.
Christine und Friedhelm sind mit vollem Herzen bei der Sache und stecken
sehr viel Energie in die Ausbildung und Betreuung aller Teilnehmer. Wir
erfahren große Wertschätzung der Menschen und der Tiere und wir finden ein
liebevolles Umfeld, einen geschützten Rahmen, in dem wir uns voller
Vertrauen fallen lassen können, um uns auszuprobieren , Erfahrungen zu
sammeln und zu lernen. Als sehr wertvoll empfinde ich bei allen Seminaren
das gemeinsame Zusammmensitzen zu Beginn und die Rückmelderunde am Ende
jeden Tages, wo wir Gedanken und Feedback austauschen und wo Probleme
geklärt werden, so dass wir frei und mit neuen Anregungen in den Tag starten
können.
Es ist wunderschön, zu sehen und zu spüren, wie Christine und Friedhelm nach
dem Pferdisch Prinzip miteinander und anderen Menschen umgehen. Sie haben
wirklich den erstrebenswerten Weg zu einem glücklichen und selbstbestimmten
Leben im liebevollen Umgang miteinander gefunden.
Sie sind großartige Menschen mit enorm viel Potential, das sie nach außen
bringen, um sich selbst Gutes zu tun, sich weiter zu entwickeln und um es
anderen Menschen und den Tieren zukommen zu lassen.
Ich danke Euch von Herzen für Eure Energie, die Ihr spendet, Eure Begleitung
und Unterstützung. Schön, dass es Euch gibt!!! Silke S. Oktober 2007"
Matthias N. aus Eupen - Belgien: "Jetzt, da die neun Tage der Jungpferdeausbildung vorüber sind, kann ich auf eine sehr erfahrungsreiche Woche zurückblicken. Während der vergangenen Tage haben nicht nur die Pferde Neues gelernt, sondern auch ich konnte mir neues Wissen aneignen. Ich konnte miterleben, wie vier Pferde, darunter meines, ohne Gewalt oder Druck innerhalb weniger Tage zu Reitpferden werden. In kurzen Etappen, dem Lernrhythmus der Tiere entsprechend, konnte jedes der Pferde sich mit Sattel und Reiten vertraut machen, um dann anschließend völlig stressfrei die nötigen Hilfen zu erlernen, um mit dem Reiter im Sattel zu kommunizieren. Diesen Fortschritt vom Pferd zum Reitpferd zu erleben, ist für mich eine tolle Erfahrung, welche kaum zu beschreiben ist. Zu sehen, dass jedem Pferd das Maß an neuem Wissen vermittelt wurde, welches zu verarbeiten war und das auch ein Schritt zurück nicht zwingend ein Rückschritt sein muss. Für mich war die vergangene Woche mit allen Höhen und Tiefen eine sehr schöne, voller Erfahrungen, die ich nicht missen möchte."
Camilla P. aus Bonn: "Die letzten neuen Tage waren mal wieder super bei Euch! Thiemen und ich fühlen uns bei Euch sehr wohl, ob bei der Bodenarbeitsausbildung oder bei der letzten (Jungpferdeausbildung). Ich denke die Kontinuität zahlt sich immer aus, egal welches Thema ein Seminar hat. Mir erschien es sehr sinnvoll, zwei Mal täglich mit den Pferden zu arbeiten. Dadurch, dass jederzeit alle Pferde im Roundpen waren, herrschte stets eine angenehme Atmosphäre. So war es möglich zu beobachten, wie die Pferde sich nach jeder Session entspannten, da diese auch stets für Mensch und Pferd mit einem angenehmen Gefühl endeten. So haben wir gemeinsam eine Atmosphäre kreiert, in der Lernen Spaß macht und somit leichter fällt. Ich möchte Euch auch danken dafür, dass Ihr mir ermöglicht habt die Beziehung zwischen Thiemen und mir so fein und liebevoll werden zu lassen, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können ... Eure Camilla"
Last edited 08. Januar 2008




