Mit sieben Teilnehmern und ihren insgesamt acht Pferden haben wir das erste Seminar Hinterhandaktivierung durchgeführt.
Zunächst theoretisch, dann in der Praxis haben wir deutlich gemacht, was eine passive Hinterhand hervorruft und wie sich das in der täglichen Praxis auswirkt. Dann wurde erarbeitet, was eine aktive Hinterhand bewirkt. Schließlich wurde das Fazit gezogen, was geändert werden muss, um eine Hinterhandaktivierung des Pferdes zu erzielen.

Erklärung der Muskulatur und Stellung des Pferdes bei nicht genutzter - bzw. trainierter Hinterhand



In der praktischen Arbeit galt es zunächst, die Hinterhand der Menschen ein wenig zu aktivieren J
Dann lag das Augenmerk auf einer absolut exakten Hilfengebung, speziell die Winkel zum Pferd und die Handhabung der Ausrüstung mussten feingetuned werden. Hier wurde wieder einmal an den „üblichen Verdächtigen“ gearbeitet, nämlich 90 Grad Winkel und Respektverhältnis J

"Tricks" zur Übung des 90 Grad Winkels - Laufen für die Löschung alter Verhaltensmuster - und Freude, wenn es dann geklappt hatte!
Es ist unglaublich, wie viele Nuancen diese Arbeit im Umgang mit unseren Pferden den Menschen immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.

Die Arbeit begann mit Seil und wurde dann im Team ohne Seil fortgeführt.

Die Schritte wurden raumgreifender und fleißiger ...

... der Pferderücken runder.
Ein wichtiges Kapitel war das Dissoziieren mancher Pferde (und Menschen). Hier konnten wir wertvolle Schützenhilfe zum Verständnis und zur Lösung dieses Problems geben.
Es folgte die Erarbeitung eines durchdachten und vernünftigen Trainingskonzeptes zur effektiven Aktivierung der Hinterhand der Pferde, und zwar mit Arbeitsfreude und Spaß auf beiden Seiten.
Am Sonntag Nachmittag gab es allseits den erhofften Durchbruch. Zuletzt gingen alle Pferde vom Feinsten und alle Menschen hatten den zu erlernenden Stoff nicht nur verinnerlicht, sondern konnten ihn auch in die Tat umsetzen.

Die Freiarbeit im Team hat alle zusammengeschweißt!
Die Generalprobe kam, als das achte „Beistellpferd“, das eine Teilnehmerin mitgebracht hatte, und mit dem am Wochenende nicht gearbeitet worden war, innerhalb 15 Minuten von allen Teilnehmern nacheinander in wechselnden Zweierteams in einem nun klaren Rahmen mit sauberen Techniken in seiner Hinterhandaktivität gefördert werden konnte, so dass sich dessen Schritt nicht mehr von den anderen Seminarpferden unterschied.

Mit "Silver" haben alle Teilnehmer die Feuerprobe bestanden!!!
Mit Recht waren alle Teilnehmer stolz auf das Geleistete und fuhren froh und rechtschaffen müde nach Hause. Übrigens haben alle Teilnehmer mit gegenseitiger Unterstützung ohne unsere Hilfe ihre Pferde verladen J
Ob das daran liegt, dass wir es endgültig aufgegeben haben, für unsere Seminarteilnehmer die Verantwortung zu übernehmen? Wir arbeiten auf jeden Fall weiterhin daran J
Last edited 10. August 2008






