( Unter gefährlichen Verhaltensweisen verstehen wir: Umrennen des Menschen, sich losreißen, nicht weichen, nicht mehr vorwärts gehen, den Menschen abdrängen, schlagen, beißen, steigen, steigen beim Verladen, beim Verladen nach außen wegdrehen, losreißen und ähnliches! )
Mitunter haben Pferde, aber durchaus auch Menschen, sich ein Verhalten angewöhnt, das eine Harmonie mit anderen Kreaturen nicht zulässt. Oft ist ein solches Verhalten sehr gefährlich für die Pferde selber, aber auch für andere Pferde oder gar Menschen, die mit ihnen umgehen (müssen)!
Um diese Pferde wieder in ein gedeihliches Verhalten zurück zu führen, sind ABSOLUTE GRENZEN notwendig. Das Pferd wird diese absoluten Grenzen erfahrungsgemäß nicht akzeptieren wollen, weil es das bislang niemals musste. Nun gilt es, das Pferd nicht gegen uns kämpfen zu lassen, sondern bestenfalls nur gegen sich selber. Dazu gehört Mut, Entschlossenheit, Konsequenz, viel körperlicher Einsatz und vor allem Know How.
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit diesem Phänomen.
Diese Korrektur bedeutet einen krassen Einschnitt ins Weltbild des betreffenden Pferdes. Diese Korrektur macht den Pferden überhaupt keinen Spaß. Uns übrigens auch nicht. Für den Besitzer selber ist es viel schwieriger, diese Korrektur vorzunehmen, denn von ihm akzeptiert sein Pferd diese neuen, engeren Grenzen zuletzt.
Da diese Korrekturarbeit sehr zeitaufwändig ist und absolute Konzentration erfordert, kann sie nicht im Rahmen normaler Ausbildungen erfolgen. Das ginge zu Lasten der anderen Teilnehmer und ihrer Pferde, außerdem ist es zu gefährlich für die Schulungsteilnehmer, mit diesen Pferden zu arbeiten.
Wir bieten Pferdekorrektur über 4 - 6 Tage im Beisein der Besitzer an. Die Dauer richtet sich nach der Schwere der zu behebenden Verhaltensweisen und dem Widerstand des jeweiligen Pferdes. Die Korrektur verläuft zum größten Teil in Freiarbeit, also ohne Risiko für Mensch und Pferd. Sie ist mit viel Körperaufwand auf beiden Seiten verbunden. Mehrere Abschwitzdecken sind oftmals vonnöten :-), und mehrere T-Shirts für das Korrekturteam.
Es ist eine unerfreuliche und zuweilen harte Arbeit. Die Alternative für solche Pferde besteht unserer Erfahrung nach im Schlachter oder in einem Weideschicksal.
Unseres Wissens werden solche Pferde gewöhnlich mit soviel Druck korrigiert, dass sie brechen oder sterben. Wir gehen hier andere Wege, mit denen wir bislang immer Erfolg hatten.
Am Wenigsten hilft nach unserer Meinung "Wegsehen". Niemand gesteht sich und anderen gerne ein, dass er ein Korrekturpferd hat bzw. dieses hervorgerufen hat. Wir betrachten diese Problematik nicht unter dem Gesichtspunkt, wer Schuld daran ist oder hat, sondern wir schauen in die Zukunft, malen uns den Zustand aus, den wir uns wünschen und arbeiten daran, den zu erreichen. Das geht allerdings nur zusammen mit dem Besitzer, daher ist er bei allen Sessions mit dabei. Da wir immer mehrere Pferde (insgesamt 4) zu diesen Korrekturmaßnahmen zusammenfassen, erhalten die Besitzer ein gewisses Erfahrungsspektrum, um niemals die alten Verhaltensweisen wieder einschleichen zu lassen. Das ist auch erforderlich, denn diese Korrektur ist nicht beliebig oft wiederholbar: Ein Pferd lernt immer, auch bei seiner Korrektur.
Die Korrektur der Pferde findet ausschließlich am Boden statt. Wir korrigieren kein Pferd vom Sattel aus. In dieser Korrektur ist kein Verladetraining enthalten.
Zeitplan: Die Pferdekorrektur findet mit vier Teilnehmern und ihren Pferden statt. Gearbeitet wird jeweils in je einer Session vormittags und nachmittags, von Dienstag bis Freitag, in schwierigen Fällen bis Sonntag. Beginn Dienstag ( 10:00 Uhr ). Die Schulung endet am Freitag bzw. Sonntag Nachmittag gegen 16:00 Uhr.
Eigenes Pferd: Für eine Teilnahme ist ein eigenes Pferd erforderlich. Im Einzelfall können auch zwei Pferde mitgebracht werden.
Voraussetzung: Keine
Wir schulen dezentral. Wer bei sich im Stall eine Pferdekorrektur organisieren möchte, kann hier die Konditionen finden.
Last edited 30. September 2008

